Grün und Gewerbe ist Hainholz
Mit der aktuellen Neuauflage des Branchenbuches Hainholz, beginnen wir eine Tradition. Da es nun zum zweiten Mal erscheint (als Printfassung), schauen wir auf eine kleine Historie zurück. Fast 4.000 Exemplare sind verteilt - und hoffentlich intensiv genutzt - worden.
An dieser neuen Ausgabe ist insbesondere die Vollständigkeit hervorzuheben. Waren im letzten Jahr nur die Betriebe aus dem Sanierungsgebiet aufgelistet, so finden Sie in dieser Broschüre jetzt die Betriebe aus dem gesamten Stadtteil Hainholz. Anhand der Einteilung in Kategorien und den Hinweisen auf die Plankoordinaten, ist fast alles schnell zu finden.
Um das System komplett zu machen, kann das immer aktuellste im Internet unter www.hannoverhainholz.de (auf diesen Seiten!) nachgeschlagen und aufgefunden werden. Dass dies interessant sein kann, ist nicht nur mit der Zahl von fast 300 Adressen aller Gewerbe- und Dienstleistungsrichtungen zu belegen, sondern zeugt auch von der oft unterschätzten Vielfältigkeit der Angebote im Stadtteil Hainholz.
Als ein Dorf vor der Stadt Hannover gab es schon immer enge Beziehungen zwischen diesen Orten. Im Zuge der Industrialisierung kam die Entwicklung zum Industrievorort.
Dies ist an einigen Zahlen zu belegen: 1868 wurde der Rangierbahnhof angelegt, das war attraktiv für die Glashütte, die Schmirgelfabrik (1877) und andere kleinere Betriebe. Auch Ernst Sorst gründete seinen Betrieb in dieser Zeit. Das Bevölkerungswachstum führte zum Bau von Mietshäusern. Die Schulenburger Landstraße war Siedlungs- und Verkehrsachse. Die Wohnbebauung war bis zur Chamissostraße erfolgt, in Richtung Vahrenwald kam es ebenfalls zu einer dichten Wohnbebauung. Die Eingemeindung von Hainholz erfolgte 1891.
Ecke Bertramstr. /Bömelburgstr.
Große Areale von Hainholz sind auch heute noch als Schrebergärten ausgewiesen. Da im 2. Weltkrieg nur sehr wenige Gebäude zerstört wurden, blieb zahlreiche alte Bausubstanz erhalten.
Hier das Zitat eines Zeitzeugen (Matthias Schaper, Jg.1957) zur Entwicklung in den 60er-Jahren: "Das neue Industriegebiet entlang der Schulenburger Landstr. zwischen Chamissostr. und Friedenauer Str. wurde von den Einheimischen, die zwischen dem Bahnhof Hainholz und der Chamissostr. wohnten, spöttisch als Klein-Texas abgekanzelt. Kein Wunder, denn die Claims wurden fix ausgeteilt und Industriehallen wuchsen wie Pilze über Nacht. Lediglich die Öffis zogen recht langsam nach. Die Straßenbahn hielt nur an der Chamissostr. und der Friedenauer Str. und die Strecke zwischen diesen Stopps verlief eingleisig. Jedesmal, wenn die Uestra neue Fahrzeuge beschaffte, wurde der fast ausgemusterte Schrott auf die Nordhafen-Strecke abgeordert." (e-mail im Novemer 2006 aus Australien)
Reklametafeln im Sonnenlicht
Die Baulücken sind heute weitgehend geschlossen und die durch Abriss und Entgiftung der Sorst geplante Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe erfolgt 2008. In dem Jahr soll auch mit dem Umbau des Hainhölzer Marktes begonnen werden. Im Mai 2008 erfolgt die Eröffnung des Naturbades und die Erweiterungen im Gewerbegebiet z. B. bei Möbel Staude. All dies sind Einkaufsorte nicht nur von Hainhölzer Bewohnern.
In den Startlöchern stehende Projekte fördern die Wirtschaftsentwicklung, hier ist besonders die Initiative von Hainhölzer Unternehmern zu nennen, die sich zur "IG Unternehmen Hainholz" zusammengeschlossen haben und sich mit der Durchführung eines Festes im Oktober 2007 bekannt machten.
Bei uns in Hainholz ist ein Gefüge engen Nebeneinanders von Wohnen, Arbeiten, Kultur und Grün erreicht, das in Hannover so sonst nicht zu finden ist.
Sie sehen anhand des Branchenbuches und dieser Seiten: Hier finden Sie fast alles!
Alle Fotos von Holger Hütte (Sprechergruppe, Sanierungskommission)